Ab 1947 erhielt die Deutsche Volkspolizei Die Seepolizei bzw. VP-See wird hier nicht betrachtet. dunkelblaue Uniformen (meist umgefärbte Wehrmachtsuniformen), die sie auch unter der VfS und der HVA bis in die KVP hinein trugen. Diese Uniform bestand aus Hose, Mantel und Vier-Taschen-Rock in offener Fasson, ein blaues, ab 1950 khakifarbenes Hemd mit rotem, dann khakifarbenem Binder sowie eine Schirm- oder Skimütze mit Polizeistern. Diedrich/Wenzke S. 19, 542 (Fußnote 463) Auf dem Rockkragen wurden grüne Spiegel mit Polizeistern getragen.
Mit Befehl vom 27.08.1952 erhielt die Kasernierte Volkspolizei (KVP) khakifarbene Uniformen, die sich in Schnitt und Farbe bewusst an die Uniformen der Roten Armee anlehnten, dadurch aber bei der Truppe wie bei der Bevölkerung zum Teil auf Ablehnung stießen. Von der alten deutschen Uniform wurden immerhin Mütze, Mantel, Kragenform, Schulterstücke und Kragenspiegel übernommen. Diedrich/Wenzke S. 182, 542 f.
Die Truppengattungen waren durch die Waffenfarben der Kragenspiegel kenntlich gemacht, für die VP-Luft hellblau mit silbernem Rand und aufgelegtem Propeller, für Generale mit goldenem Rand und noch dem polizeitypischen Eichblatt. Diedrich/Wenzke S. 182 und Abb. S. 715 f.
| Volkspolizei-Bereitschaften und -Schulen (VPB, VPS), Kasernierte Volkspolizei (KVP) ab 01.06.1949 gem. Diedrich/Wenzke S. 32 ab Dezember 1948 |
KVP, VP-Luft, NVA ab 27.08.1952 Diedrich/Wenzke S. 180 |
| Anwärter "Anwärter der VP" usw. gem. Wikipedia (aufgerufen am 20.04.2011), "VP-Anwärter" usw. gem. Diedrich/Wenzke S. 32 Fußnote 79) | Soldat |
| Unterwachtmeister (ab 01.01.1951 Diedrich/Wenzke S. 32) | Gefreiter |
| Wachtmeister | Gefreiter Diedrich/Wenzke S. 181 führt den Gefreiten noch hier auf, obwohl bereits seit 1951 der Unterfeldwebel eingeführt war., Stabsgefreiter (ab 01.01.1951) |
| Offiziersanwärter | Offiziersanwärter |
| Oberwachtmeister | Unteroffizier |
| Hauptwachtmeister | Feldwebel |
| Meister | Oberfeldwebel |
| Innendienstleiter | Hauptfeldwebel |
| Unterkommissar (ab – vermutlich ebenfalls ab 01.01. – 1951) | Unterleutnant |
| Kommissar | Leutnant |
| Oberkommissar | Oberleutnant |
| Rat | Hauptmann |
| Oberrat | Major |
| Kommandeur | Oberstleutnant |
| Inspekteur | Oberst |
| Chefinspekteur | Generalmajor (alle Ernennungen mit Wirkung vom 01.10.1952 Diedrich/Wenzke S. 187) |
| Generalinspekteur | Generalleutnant, Generaloberst, Armeegeneral (zunächst "der Flieger" usw. Diedrich/Wenzke S. 180 f.; alle Ernennungen mit Wirkung vom 01.10.1952 Diedrich/Wenzke S. 187)) |
| Chef der Deutschen Volkspolizei | Generaloberst |
Die Ernennung der Offiziere in die militärischen Dienstgrade erfolgte nicht schematisch, sondern erst nach überprüfung durch eine Kommission, und war meist mit einer Beförderung verbunden. Diedrich/Wenzke S. 181