Bahnhof Barop

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Bahnhof Barop in der Wikipedia

Geschichte

Im Zuge der Bauarbeiten an der Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn wurde die Station Barop im Dezember 1848 eingerichtet und ist eng mit der Industriegeschichte in Barop und Hombruch verbunden. Das Hauptaufgabengebiet lag bei dem Abtransport der Kohle von den Zechen Louise und Vereinigte Wittwe & Barop. Schacht Giesbert der Zeche Glückauf lag in der Nähe des Bahnhofes und erhielt eigene Gleisanschlüsse. Zeche Henriette, die ca. 2 km entfernt war, bekam einen Anschluss mittels einer Pferde-Schleppbahn.

Das Hauptelement der Station blieb, auch nach der Aufnahme des Personenverkehrs im März 1849, bei der Güterbeförderung.

In der Nachbarschaft des Bahnhofes siedelten sich immer mehr Firmen an. Darunter waren die Baroper Maschinenfabrik (1856) und das Hammachersche Etablissement" (Baroper Walzwerk, 1862), die den Empfang und Versand von Waren über den Bahnhof organisierten. Im Jahr 1861 wurde der Bahnhof nach Süden in seine heutige Lage verlegt.

Im Jahre 1865 wurde der Schacht Clausthal der Zeche Vereinigte Louise Tiefbau durch eine Seilbahn mit dem Bahnhof verbunden. Der Schacht Gotthelf der Zeche Glückauf Tiefbau erhielt ca. 1870 einen Anschluss, 1880 wurde das Anschlussgleis zur Zeche Holthausen erweitert und ab 1895 war auch die Zeche Kaiser Friedrich durch eine Anschlussbahn mit dem Bahnhof verbunden. Aber der Niedergang der Zechen im Raum Barop zeichnete sich bereits ab. 1888 stellten die Zeche Vereinigte Wittwe & Barop und die Zeche Henriette ihren Betrieb ein.

Gleisplan um 1930

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Baroper Maschinenfabrik abgewickelt. Die verbleibenden Zechen, bis auf die Kokerei der Zeche Kaiser Friedrich, stellten ihren Betrieb bis 1925 ein. Damit war auch der Kohleumschlag in Barop Geschichte, und die Bahnanlagen wurden nach und nach zurück gebaut. Das Baroper Walzwerk wurde 1928 von der Hoesch AG übernommen. Etwa zur gleichen Zeit wurde die stählerne Fußgängerbrücke neben dem Bahnübergang Harkortstraße errichtet. 1930 wurde dann auch die Kokerei der Zeche Kaiser Friedrich stillgelegt.

Erst im Mai 1950, lange nach der Eingemeindung Barops nach Dortmund, wurde der Bahnhof in Dortmund-Barop umbenannt.

Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Wittwe, wo zwischenzeitlich eine Ziegelei stand, wurde das Weichenwerk der Firma Mieves eröffnet.

Die drei mechanischen Stellwerke Ba bzw. Bat (südlich des Güterschuppens), Nt (südlich der Brücke Stockumer Straße unterhalb des jetzigen Schnellimbisses) und St (vor dem Anschluss zur Zeche Kaiser Friedrich) wurden am 29.07.1967 außer Betrieb genommen und durch ein Spurplanstellwerk (Baf) im Schrankenposten am Bahnübergang Harkortstraße ersetzt (Außen- und Innenaufnahmen im Archiv). Auch dieser wurde inzwischen außer Betrieb gesetzt.

Nachdem die Fruchtbörse zunächst nur aus Eisenbahnwagen am Freiladegleis an der Baroper Bahnhofstraße heraus handelte, konnte sie in den 1980er Jahren in den Güterschuppen, der für den Stückgutverkehr nicht mehr benötigt wurde, umziehen. Kurz danach stellte auch der Brennstoffhandel, am Ende des Freiladegleises, seine Tätigkeit ein. Als dann noch das Lager Uhde und das Röhrenwerk schlossen, war der Güterverkehr mit der Bahn auch in Barop fast zu Ende. Sowohl der Bahnhof wie auch die Fußgängerbrücke wurden abgerissen. Nach die Eröffnung des Abzweigs Langendreer am 29.05.1988 wurde die Strecke Dortmund - Witten über Barop nur noch von Nahverkehrszügen genutzt. Am 29.05.1994 wurde Barop eine Station der S-Bahn-Linie S 5. Im Jahr 2002 fuhr der letzte Güterwagen aus dem Weichenwerk. Aufgrund des Verkehrsrückgangs wurde im Mai 2006 alle Weichen außer Betrieb genommen, Ein- und Ausfahrtsignale durch Blocksignale ersetzt und der Bahnhof Barop zum Haltepunkt umgewandelt.

Siehe auch

Quellen

  • Die Eisenbahn in Dortmund. Verlag: DGEG Medien. ISBN: 3-937189-00-9