Stolpersteine in Hombruch

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Stolpersteine in der Wikipedia

Im Stadtbezirk Hombruch wurden wie in vielen Orten Deutschlands zum Gedenken an die Widerstandskämpfer und Verfolgten des Nationalsozialismus Stolpersteine verlegt.

Harkortstraße xx

Hier liegen drei Stolpersteine zur Erinnerung an die Familie NN. Auf einem alten Foto ist das Geschäft der Familie zu sehen, das sich offensichtlich in einem anderen Haus befindet. Hier ist noch weitere Forschung und Klärung vonnöten.

Singerhoffstraße 30

Hier erinnert ein Stolperstein an Karl Schwartz (geb. 27.02.1893), der noch in der Karwoche des Jahres 1945 im Rombergpark mit vielen anderen ermordet wurde.

Schwartz arbeitete als Hauer und Bremser auf der Zeche Gottessegen in Löttringhausen. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches 1918 hoffte er, dass nun der Aufbau eines Arbeiterstaates beginnen würde. Enttäuscht von der tatsächlichen Entwicklung der Weimarer Republik wechselte Schwartz von der SPD zur KPD, wurde kommunistischer Gemeindevertreter und Mitglied der Roten Hilfe und des Roten Frontkämpferbundes.[1] Häufig stand er als Redner bei Veranstaltungen und Kundgebungen auf dem Hombrucher Marktplatz.

Im August 1933 wurde Schwartz erstmals verhaftet und landete in der Steinwache. Kaum auf freiem Fuß, wurde er wegen Vorbereitung zum Hochverrat erneut für ein Jahr und vier Monate eingesperrt, kam anschließend bis Dezember 1936 in das Konzentrationslager Oranienburg. Neun Jahre blieb Schwartz im Visier der Nationalsozialisten, bis ihn die Gestapo am 13.02.1945 aus Hombruch verschleppte. Wochenlang bleibt seine Familie im Ungewissen darüber, was mit Karl passiert ist, bis ihn sein Sohn nach dem Einmarsch der Amerikaner am 17.04.1945 unter den Ermordeten im Rombergpark findet.[2]

Fußnoten

  1. Angeblich erst danach gründete Schwartz dann mit anderen künftigen Widerständlern die Hombrucher USPD. Dies könnte eine Verwechslung sein, denn die USPD befand sich seit 1921 in einem steten Abschwung.
  2. RuhrNachrichten vom 18.04.2017