19. Oktober 1941

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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Der Sommer geht zu Ende. Die Schlammperiode setzt allmählich ein. Der Vormarsch wird fortgesetzt, aber die tägliche Marschleistung der Division wird immer geringer. Auch heute (19.?[1]) regnet es schon den ganzen Tag. Die Wege sind aufgeweicht. Die Einheiten haben sich in die Dörfer verzogen und warten besseres Wetter ab. Die Häuser unseres Dorfes sind vollgestopft mit Soldaten aller Waffengattungen. Ich bin im Quartier eines Flakhauptmanns untergekrochen, dessen 2-cm-Geschütze im Bereich des Dorfes den Fliegerschutz übernommen haben. Der Hauptmann und sein Batterietrupp liegen im Wohnzimmer, die Russenfamilie in der Küche. Es sind drei Frauen mittleren Alters. Draußen rauscht der Regen. Um der Enge im Wohnzimmer zu entgehen, begebe ich mich zu den Ukrainerinnen hinüber in die recht geräumige Küche. Während der Unterhaltung entdecke ich noch ein junges Mädchen. Es liegt auf einem Bett, das so geschickt in eine Nische eingebaut ist, dass man es beim Eintreten gar nicht gleich bemerkt. Ich setze mich auf den Bettrand zu ihr. Sie hat sich seitlich auf die Ellbogen gestützt und leicht vorgebeugt. Ihr Kleidchen ist recht offenherzig, und ich sehe, dass es wirklich ein Mädchen ist. Die Beweise waren gewissermaßen greifbar. Ein niedliches Mädchen, vielleicht 17 Jahre. Sie rührt sich nicht und spricht kein Wort, aber sie lächelt mich zutraulich und erwartungsvoll an. Ich bleibe nicht lange sitzen, denn die ganze Familie ist in der Küche, und ich will keinen schlechten Eindruck machen.


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  1. Obwohl sie nur geschätzt sind, gelingt es mit den folgenden Daten, den geschilderten Ablauf in die festen Rahmendaten einzubinden.