22. Mai 1945

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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22.5. Stimmung katastrophal. Einige Landser entdecken ihre frühere kommunistische Gesinnung wieder und wollen „Offiziere mit Knüppeln erschlagen“ . Volksdeutsche distanzieren sich, drohen mit Denunziationen. Ein Österreicher will plötzlich kein Deutscher mehr sein. Diese Unruhe wurde ausgelöst durch einen Befehl des Russen, den Gefangenen aus hygienischen Gründen einen Kahlkopf zu scheren, wie ihn die sowjetischen Soldaten auch tragen. Diese Absicht löste unter den Deutschen eine ungeheure Empörung aus, die fast an eine Revolte grenzte. Auf den ersten Blick schien eine derartige überzogene Reaktion unverständlich. Aber dahinter steckt wohl die aufdämmernde Erkenntnis, dass nun wohl doch eine längere Gefangenschaft droht. Die enttäuschte Hoffnung auf baldige Entlassung, ein ungewisses Gefangenenschicksal, der verlorene Krieg bewirken bei den physisch erschöpfen Soldaten eine seelische Belastung, die sich in mannigfachen Reaktionen äußert. Die Gefangenen sind empfindlich wie Kranke. Man versucht, durch Liebedienerei beim Russen doch noch nach Hause zu kommen oder wenigstens sein Los zu erleichtern. Die negativen Seiten des deutschen Volkscharakters beginnen sich zu entblößen.

Wir sind gefangene Offiziere ohne Dienstrang, wird uns gesagt. Mich berührt das wenig. Schmerzlich ist nur der Gedanke an die Lieben zu Hause und die beiderseitige Ungewissheit über unser Schicksal.


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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

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