September 1945

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwortverzeichnis Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Personenverzeichnis Namen und Anschriften Personal 1940–1944 im I.R./G.R.477 Übersichtskarte (Orte und Wege) Ortsverzeichnis Vormarsch-Weg Militärische Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

Fortsetzung des Abschnitts "Kameraden erzählen", ein Textteil ohne Gewähr für die Wahrheit des Berichteten[1]

September 45. Russische Ärztin bekommt 5 Tage Bau (Arrest), weil sie mit deutschem Offizier im Bett lag. – Der Heldenfriedhof in Libau ist eingeebnet. In Nica steht er noch. – Deutscher Offizier, als Frau verkleidet, flieht mit einem lettischen Mädchen. Unterwegs wird das lettische Mädchen von Russen angehalten und belästigt. Der Deutsche wird nervös und flieht, wird dabei erschossen. Sein Grab wird von Letten gepflegt. Die Gräber von Gise[2] und Werthen (Werschem?) in Bernati von Letten gepflegt. – In der Rigaer Kirche (welche?) ist Gottesdienst. – In Windau klauen russische Posten und deutsche Plennis gemeinsam Bekleidung. – Königsberg, Weichsel- und Oderfront: Gefangene oder Verwundete, die nicht mehr laufen können oder schlapp machen, werden erschossen. – Mit Panzern in Gefangenenkolonne hinein zu fahren, war offenbar ein öfter geübtes Verbrechen. – Gefangenen werden die Filzstiefel ausgezogen; sie müssen barfuß weiterlaufen. – Immer wieder Vergewaltigung von Frauen. Ein 14-jähriges lettisches Mädchen. – Königsberg: 6 Landser und 2 RK-Schwestern, im Keller versteckt, von Russen entdeckt. Schwestern werden vergewaltigt. 2 Landser springen zu Hilfe, werden mit Bajonetten erstochen. Ostpreußen: In einem Raum 30 deutsche Frauen mit ausgestochenen Augen, abgeschnittenen Ohren und Nasen. Einer Frau haben sie einen Schirm in die Scheide gestoßen. – Aus Flüchtlingskolonnen Frauen herausgeholt und 5 m neben der Straße vergewaltigt.

(Eigene Hinzufügung: Aus der eigenen Verwandtschaft und Bekanntschaft wurden zwei Frauen von Russen vergewaltigt, d. h. von einer Gruppe von Russen.)

Für 5 aus dem Lager Geflohene werden 10 Mann vor den Augen der Lagerbelegschaft erschossen. – Die Frau von Alfons Kaletha (Kalescha) wurde vergewaltigt. – Lettische Offiziere werden schlechter behandelt, als deutsche. – Ein Waldkommando (deutsche Holzfällerbrigade) geht sonntags aufs Dorf zum Tanzen. Bauern gutmütig. Stadtbevölkerung stärker verhetzt. Ende der Berichte.

Ende des Abschnitts "Kameraden erzählen", ein Textteil ohne Gewähr für die Wahrheit des Berichteten


  1. Aus dem Vorwort: Für den Wahrheitsgehalt der Abschnitte „Kameraden erzählen“ kann ich mich nicht unbedingt verbürgen. Bei derartigen Berichten sind Übertreibungen und Wichtigtuerei der Erzähler nicht auszuschließen, obgleich ich persönlich aus eigenem Wissen und Erleben an der Wahrheit dieser Berichte im Prinzip nicht zweifle.
  2. Im Original „Giese“; vermutlich ist Oberst Freiherr Ernst August Maximilian Josef von Gise gemeint, Kommandeur der Gruppe Oberst von Gise (letzte divisionsrangige Kommandobehörde im letzten Stellungsraum des Autors), der am 08.05.1945 bei Bernati fiel.

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Personenverzeichnis Namen und Anschriften Personal 1940–1944 im I.R./G.R.477 Übersichtskarte (Orte und Wege) Ortsverzeichnis Vormarsch-Weg Militärische Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen