Bauernfriedhof Renninghausen: Unterschied zwischen den Versionen

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== Ausgangspunkt bei Entstehung des Bauernfriedhofs Renninghausen 1812 ==
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Zu dieser Zeit war das Amt Hörde eingeteilt in Bauerschaften,
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1. Das Oberamt Hörde
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o Kirchspiel Wellinghofen mit den Bauerschaften Wellinghofen, Wichlinghofen, Lück-Lemberg, Hacheney, Benninghofen, Brünninghausen.
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o Aus dem Kirchspiel Reinoldi-Dortmund: den Bauerschaft Renninghausen und der Stüting zu Brünninghausen.
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o Kirchspiel Kirchhörde mit dem Kirchdorf und den Bauerschaften Großen- und Lütgenholthausen, Löttringhausen, Kruckel
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o Kirchspiel Rüdinghausen mit Kirchdorf und Bauerschaft Brunebeck.
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o Kirchspiel Eichlinghofen mit dem Kirchdorf und den Bauerschaften Salingen, Persebeck, Menglinghausen.
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o Kirchspiel Barop mit den Bauerschaften Groß- und Klein-Barop.
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o Aus dem Kirchspiel Lütgendortmund die Bauerschaften Annen und Wullen
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2. Das Niederamt Hörde
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o Kirchspiel Brackel mit der Bauerschaft Brackel.
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o Aus dem Kirchspiel Aplerbeck die Bauerschaft Schüren.
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Die Menschen in den Bauerschaften Renninghausen und Brünninghausen gehörten nach der Reformation zur lutherischen Reinoldi Gemeinde in der freien Reichsstadt Dortmund. das Umland soweit es der Grafschaft Mark zugeordnet war, kam 1614 mit Kleve, Mark und Ravensberg zu Brandenburg und bekannte sich somit zum reformierten Glauben. Die Reinoldi-Gemeinde hatte bereits um 1189 den Kirchspielen Wellinghofen und Kirchhörde das Tauf und Begräbnisrecht als Filialgemeinde übertragen. Daraus ergab sich das die Pfarrer der Wellinghofer -Gemeinde für die meisten Bauern und Pächter im Bereich der Bauernschaft Renninghausen und Brünninghausen zuständig.
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In Wellinghofen wurde die lutherische Minderheit  geduldet was zu einer Besonderheit führte, in einer Kirche gab es somit zwei protestantische Gemeinden.
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Nebenbei:
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Wellinghofen ist heute einer der wenigen Orte, an denen zwei nah beieinander liegende evangelische Kirchen noch die Situation nebeneinander existierender lutherischer und reformierter Gemeinden sichtbar werden lassen, die in der Regel mit der Union im 19. Jahrhundert verschwand.

Version vom 2. Januar 2017, 04:12 Uhr

Der alte Bauernfriedhof

in Renninchusen

Eingang Bauernland.JPG


Eingang zum alten Bauernfriedhof

Wenn wir in Renninghausen die Stockumer Straße in Richtung Bolmke verlassen, an der Gaststätte „Goldener Ehrenkranz„ - das Lokal des Kleingarten-vereins Goldener Erntekranz - vorbei, kommen wir nach ca. 200 Meter an einen links abzweigenden kleinen Waldweg. Dieser führt uns direkt zu einem alten Friedhof „Im Bauernland“ Still, fast einsam, liegt der kleine Friedhof versteckt zwischen zwei Schrebergärten. Er wird vom lärmenden Verkehr der Stockumer Straße nicht berührt. Er besteht seit dem Jahre 1812 und hat daher historische Merkmale. Er gehört weder einer Kommunalbehörde noch einer Kirchengemeinde. Der kleine Friedhof wird verwaltet durch eine Interessengemeinschaft von Familien die hier das Begräbnisrecht haben und die Friedhofsordnung regeln.

Im Folgenden möchte ich von seiner Entstehung und seiner 200 jährigen Geschichte berichten: Wie schon erwähnt, besteht eine Interessengemeinschaft von Renninghauser Familien die hier das Begräbnisrecht haben und die Friedhofsordnung durch einen Vorstand regeln. Der Friedhof erzählt uns eine Geschichte. Er zeigt die Gräber der verstorbenen aus den ehemaligen Bauernschaften Renninghausen und Brünninghausen auf. Einzelne Gruften und deren Grabsteine lassen alte fast vergessene Namen von Bauern und Köttern und deren Familien aufleben. Seit 1812 werden hier Bauern und Einwohner von Renninghausen und Brünninghausen begraben, somit hat der Friedhof heute eine über 200 jährige Geschichte.

Katasterkarte.JPG Lage des Bauernfriedhof

200px Grabstein der Fam. Klewitz-Brünninghausen 200pxGrabstein der Familie Wiemer

Adolf Friedrich Klewitz + 1910 und Henriette geb. Dümper+1907

Ein Nachfahre von Adolf Friedrich klewitz war in Hombruch Sparkassendirektor


Ausgangspunkt bei Entstehung des Bauernfriedhofs Renninghausen 1812

Zu dieser Zeit war das Amt Hörde eingeteilt in Bauerschaften,

1. Das Oberamt Hörde

o Kirchspiel Wellinghofen mit den Bauerschaften Wellinghofen, Wichlinghofen, Lück-Lemberg, Hacheney, Benninghofen, Brünninghausen. o Aus dem Kirchspiel Reinoldi-Dortmund: den Bauerschaft Renninghausen und der Stüting zu Brünninghausen. o Kirchspiel Kirchhörde mit dem Kirchdorf und den Bauerschaften Großen- und Lütgenholthausen, Löttringhausen, Kruckel o Kirchspiel Rüdinghausen mit Kirchdorf und Bauerschaft Brunebeck. o Kirchspiel Eichlinghofen mit dem Kirchdorf und den Bauerschaften Salingen, Persebeck, Menglinghausen. o Kirchspiel Barop mit den Bauerschaften Groß- und Klein-Barop. o Aus dem Kirchspiel Lütgendortmund die Bauerschaften Annen und Wullen

2. Das Niederamt Hörde

o Kirchspiel Brackel mit der Bauerschaft Brackel. o Aus dem Kirchspiel Aplerbeck die Bauerschaft Schüren.

Die Menschen in den Bauerschaften Renninghausen und Brünninghausen gehörten nach der Reformation zur lutherischen Reinoldi Gemeinde in der freien Reichsstadt Dortmund. das Umland soweit es der Grafschaft Mark zugeordnet war, kam 1614 mit Kleve, Mark und Ravensberg zu Brandenburg und bekannte sich somit zum reformierten Glauben. Die Reinoldi-Gemeinde hatte bereits um 1189 den Kirchspielen Wellinghofen und Kirchhörde das Tauf und Begräbnisrecht als Filialgemeinde übertragen. Daraus ergab sich das die Pfarrer der Wellinghofer -Gemeinde für die meisten Bauern und Pächter im Bereich der Bauernschaft Renninghausen und Brünninghausen zuständig. In Wellinghofen wurde die lutherische Minderheit geduldet was zu einer Besonderheit führte, in einer Kirche gab es somit zwei protestantische Gemeinden.

Nebenbei: Wellinghofen ist heute einer der wenigen Orte, an denen zwei nah beieinander liegende evangelische Kirchen noch die Situation nebeneinander existierender lutherischer und reformierter Gemeinden sichtbar werden lassen, die in der Regel mit der Union im 19. Jahrhundert verschwand.