Hierarchie der Sprachräume

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Niederdeutsch oder Platt
Westniederdeutsch oder Niedersächsisch Ost­nieder­deutsch
Westfälisch Ost­fälisch Nord­nieder­sächsisch
Südwestfälisch Münster­länder Platt Ostwest­fälisch West­münster­ländisch
Sauerländisch-Märkisches Platt Soester Platt weitere?
Märkisches Platt, Westfälisch-Märkische Mundart [1] oder kurz Westmärkisch[2] Sauerländer Platt
Dortmunder Platt[3] weitere
westl.[4] östl.
  1. vermutlich zur Unterscheidung vom ("Ost-") Märkischen der Mark Brandenburg
  2. als Begriff nur bei Wilhelm Schleef: Dortmunder Wörterbuch (Niederdeutsche Studien (des LWL), Band 15). Böhlau Verlag, Köln, Graz 1967, S. XIII f.; Behauptung der Identität der drei Begriffe und Interpretation des Begriffs "Westmärkisch" als Abkürzung durch W. Schrödter
  3. Das Dortmunder Platt hebt sich laut dem Interaktiven Sprachatlas des westfälischen Platt der LWL-Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens (ISA) durch folgende Eigentümlichkeiten von seinen westlichen und östlichen Nachbarn ab:
    Wort westl. heutige Stadt
    Dortmund
    östl.
    Wein, mein, gleich glīk, Wīn, mi gleïk, Weïn, meï
    braune, Haus Huus, brūn Hius, briun
    nicht nich nit
    ihr, groß git/get, grōt it, graut iät, gräut
  4. Als wortbasierte Grenze zwischen West- und Ostdortmunder Mundart bietet der ISA
    Weißkohl: westl. Kappes, östl. Kumpest, bei Schleef S. 151 Kum(p)st,
    evtl. noch warte: nordwestl. gewacht, östl. u. südl. wachet