Treitschke: Unterschied zwischen den Versionen

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Von 1921 bis 1923 studierte Treitschke und wurde promoviert.
 
Von 1921 bis 1923 studierte Treitschke und wurde promoviert.
  
Ab Mitte der 30er Jahre<ref>gem. {{Quelle|Ramme 2009}} 1935, {{Quelle|Albrecht 1969}} ab 1935/36, gem. {{Quelle|BA-ZNS Akte 41134}} seit Anfang 1937</ref> war er als Angestellter in der '''9. Abteilung des Generalstabs des Heeres''' Referent für Ausbildung.<ref>{{Quelle|Albrecht 1969}}</ref>
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Ab Mitte der 30er Jahre<ref>gem. {{Quelle|Ramme 2009}} 1935, {{Quelle|Albrecht 1969}} ab 1935/36, gem. {{Quelle|BA-ZNS Akte 41134}} seit Anfang 1937</ref> war er als „Angestellter“<ref>In der Mitgliederliste der Deutschen Kartographischen Gesellschaft von Januar 1938 erscheint er als Oberstleutnant a.D. und Oberregierungsrat. Er mag noch auf im OKH oder bereits im RLM gewesen sein, aber er war jedenfalls kein Vertragsangestellter, sondern Beamter.</ref> in der '''9. Abteilung des Generalstabs des Heeres''' Referent für Ausbildung.<ref>{{Quelle|Albrecht 1969}}</ref>
  
 
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Ab März 1936 war er zusätzlich, d.h. nebenamtlich Lehrer an den Luftkriegsschulen Gatow und Werder. Nach seiner regulären Zurruhesetzung wurde er am 01.01.1938 im '''RLM''' erneut als Angestellter eingestellt. Er war dort als Referent (Referat 5 bzw. <span class="serifen">IV</span> der Gruppe Kartenwesen bzw. der 7. Abteilung des Generalstabes der Luftwaffe) zuständig für die '''Ausbildung in Luftgeographie''' (auch Luftwaffenerdkunde genannt) und im (Luftwaffen-) Kartenwesen. Gleichzeitig hielt er bis 1942 als Lehrer selbst Unterricht an Luftkriegsschulen<ref>Gemäß seiner Personalakte {{Quelle|BA-ZNS Akte 41134}} war sein Referat nur deswegen nicht – wie alle anderen Referate – zur Gruppe erhoben worden, weil er aufgrund seines Ausbildungsauftrags fast nie in der Dienststelle anwesend war.</ref>. Am 26.08.1939 wurde er zum aktiven Wehrdienst einberufen, wurde am 01.11.1939 {{a|char.}} Oberstleutnant {{a|z.V.}} und am 01.03.1940 char. Oberst z.V. Auf heftiges Drängen seines Abteilungsleiters, Generalmajor {{Biogr|Ernst|Drechsel}}, und gegen den Widerstand des Personalamtes wurde er trotz Nicht-Vorliegens der Voraussetzungen<ref>Welche das waren, bleibt offen.</ref> am 01.04.1942 '''mit 70 Jahren''' zum Oberst z.V. befördert. Wegen seines hohen Alters konnte er kurz zuvor, am 22.03.1942, das '''Goldene Offiziersjubiläum''' feiern. Am 30.11.1942 wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen, war danach aber noch als Reichsangestellter Lehrer für Kartenkunde bei der Luftkriegsschule Gatow.<ref>{{Quelle|BA-ZNS Akte 41134}}</ref>
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Ab März 1936 war er zusätzlich, d.h. nebenamtlich Lehrer an den Luftkriegsschulen Gatow und Werder. Nach seiner regulären Zurruhesetzung wurde er am 01.01.1938 im '''RLM''' erneut als „Angestellter“ eingestellt. Er war dort als Referent (Referat 5 bzw. <span class="serifen">IV</span> der Gruppe Kartenwesen bzw. der 7. Abteilung des Generalstabes der Luftwaffe) zuständig für die '''Ausbildung in Luftgeographie''' (auch Luftwaffenerdkunde genannt) und im (Luftwaffen-) Kartenwesen. Gleichzeitig hielt er bis 1942 als Lehrer selbst Unterricht an Luftkriegsschulen<ref>Gemäß seiner Personalakte {{Quelle|BA-ZNS Akte 41134}} war sein Referat nur deswegen nicht – wie alle anderen Referate – zur Gruppe erhoben worden, weil er aufgrund seines Ausbildungsauftrags fast nie in der Dienststelle anwesend war.</ref>. Am 26.08.1939 wurde er zum aktiven Wehrdienst einberufen, wurde am 01.11.1939 {{a|char.}} Oberstleutnant {{a|z.V.}} und am 01.03.1940 char. Oberst z.V. Auf heftiges Drängen seines Abteilungsleiters, Generalmajor {{Biogr|Ernst|Drechsel}}, und gegen den Widerstand des Personalamtes wurde er trotz Nicht-Vorliegens der Voraussetzungen<ref>Welche das waren, bleibt offen.</ref> am 01.04.1942 '''mit 70 Jahren''' zum Oberst z.V. befördert. Wegen seines hohen Alters konnte er kurz zuvor, am 22.03.1942, das '''Goldene Offiziersjubiläum''' feiern. Am 30.11.1942 wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen, war danach aber noch als Reichsangestellter Lehrer für Kartenkunde bei der Luftkriegsschule Gatow.<ref>{{Quelle|BA-ZNS Akte 41134}}</ref>
  
 
Treitschke gehört damit zu dem [[Geo-Fachpersonal, das unglaublich lange Dienst tat]].
 
Treitschke gehört damit zu dem [[Geo-Fachpersonal, das unglaublich lange Dienst tat]].

Aktuelle Version vom 3. November 2025, 12:14 Uhr

IN ARBEIT!
Datei hochgeladen mit MsUploadCurt Treitschke Weihnachten 1916[1]

Der Geodät Dr. Curt Erwin Franz Gustav Treitschke (08.05.1872–20.01.1946) trat am 01.04.1892 in die sächsische Armee ein, wurde am 25.06.1893 Offizier, besuchte 1901-1904 die Kriegsakademie und war zwischen 1907 und 1910 für zwei Jahre zur Topographischen Abteilung der Königlich Preußischen Landesaufnahme kommandiert. 1914 scheint er kurz in der Abteilung für Landesaufnahme des sächsischen Generalstabs tätig gewesen zu sein. Im Verlaufe des Ersten Weltkriegs war er von Sept. 1915 bis Mai 1917 Führer der Vermessungsabteilung 12 und hat am Aufbau des Kriegsvermessungswesens mitgewirkt[2]; während dieser Zeit wurde er 1916 Major. Der Sept. 1917 sah ihn als Kommandeur der Vermessungstruppen 2 (Südost). Nach einer abenteuerlichen Rückführung von Truppen aus Rumänien wurde er Ende 1918 als Major im Königlich Sächsischen Generalstabe Vorstand der Abteilung für Landesaufnahme des sächsischen Generalstabs.

Datei hochgeladen mit MsUploadTreitschke 1918[3]

Diese hatte er bereits vom 25.02. bis 01.03.1918 auf der ersten (und einzigen) Gesamtsitzung der "Obersten militärischen Vermessungsstelle im Deutschen Reiche und in seinen Schutzgebieten" vertretenen[4]. Am 30.09.1919 als char. Oberstleutnant zur Disposition gestellt, leitete er ab dem 01.10.1919 die nun zivile Sächsische Landesaufnahme bis 10.07.1921.[5]

Von 1921 bis 1923 studierte Treitschke und wurde promoviert.

Ab Mitte der 30er Jahre[6] war er als „Angestellter“[7] in der 9. Abteilung des Generalstabs des Heeres Referent für Ausbildung.[8]

Datei hochgeladen mit MsUploadCurt Treitschke als Oberstleutnant, 1939[9]

Ab März 1936 war er zusätzlich, d.h. nebenamtlich Lehrer an den Luftkriegsschulen Gatow und Werder. Nach seiner regulären Zurruhesetzung wurde er am 01.01.1938 im RLM erneut als „Angestellter“ eingestellt. Er war dort als Referent (Referat 5 bzw. IV der Gruppe Kartenwesen bzw. der 7. Abteilung des Generalstabes der Luftwaffe) zuständig für die Ausbildung in Luftgeographie (auch Luftwaffenerdkunde genannt) und im (Luftwaffen-) Kartenwesen. Gleichzeitig hielt er bis 1942 als Lehrer selbst Unterricht an Luftkriegsschulen[10]. Am 26.08.1939 wurde er zum aktiven Wehrdienst einberufen, wurde am 01.11.1939 char. Oberstleutnant z.V. und am 01.03.1940 char. Oberst z.V. Auf heftiges Drängen seines Abteilungsleiters, Generalmajor Ernst Drechsel, und gegen den Widerstand des Personalamtes wurde er trotz Nicht-Vorliegens der Voraussetzungen[11] am 01.04.1942 mit 70 Jahren zum Oberst z.V. befördert. Wegen seines hohen Alters konnte er kurz zuvor, am 22.03.1942, das Goldene Offiziersjubiläum feiern. Am 30.11.1942 wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen, war danach aber noch als Reichsangestellter Lehrer für Kartenkunde bei der Luftkriegsschule Gatow.[12]

Treitschke gehört damit zu dem Geo-Fachpersonal, das unglaublich lange Dienst tat.

Die folgende Tabelle zeigt Widersprüche zwischen den Quellen auf:

Ereignis Personalakte[13] Bio­graphie[14] Kurzbio­graphie[15]
Ernennung zum Offizier (Sekonde­­leutnant) 22.03.1892[16] 1893 25.06.1893
Angestellter in der 9. Abt Genst H Anfang 1937 1935 1935/36
wird fortgeführt ... ... ...

Dissertation:

Kartographischer Ausdruck für tektonische und morphologische Verhältnisse mit besonderer Berücksichtigung der Formen des Elbsandsteingebirges. 10 Bl., 130 S. m. Karten u. Anlagen[17]

Weitere Veröffentlichungen:

Der Rückmarsch aus Rumänien. Verlag der Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung, Dresden 1938
Deutschösterreich, das Land, seine Geschichte und seine Wirtschaft. Verlag Bernard & Graefe, Berlin 1938
(Hg.: Luftwaffenführungsstab Ic/VIII) Griechenland. Verlag Scherl, Berlin 1941
Die Karte als Waffe. In: Reichsoffizierblatt Nr. 12-13/1941 S. 268f.[18]
Die Fliegerkarte. In: Reichsoffizierblatt Nr. 28/1941 S. 537[19]
Kriegführung und Karte. In: Petermanns Geographische Mitteilungen 1941, Heft 6 S. 225-226[20]
Kartenkunde unter besonderer Berücksichtigung der Belange der Luftwaffe. Verlag Bernard & Graefe, 1936 (Copyright) bzw. 1940 (1. Auflage)–1942 (4. Auflage)[21]

  1. erhalten von Michael Ramme
  2. Ramme 2009
  3. Ausschnitt aus dem Gruppenfoto der OMV-Sitzung
  4. OMV
  5. Ramme 2009, Albrecht 1969; am 11.07.1921 entstand das Reichsamt für Landesaufnahme mit der "Zweigstelle Landesaufnahme Sachsen" (Müller/Hubrich S. 10)
  6. gem. Ramme 2009 1935, Albrecht 1969 ab 1935/36, gem. BA-ZNS Akte 41134 seit Anfang 1937
  7. In der Mitgliederliste der Deutschen Kartographischen Gesellschaft von Januar 1938 erscheint er als Oberstleutnant a.D. und Oberregierungsrat. Er mag noch auf im OKH oder bereits im RLM gewesen sein, aber er war jedenfalls kein Vertragsangestellter, sondern Beamter.
  8. Albrecht 1969
  9. erhalten von Michael Ramme
  10. Gemäß seiner Personalakte BA-ZNS Akte 41134 war sein Referat nur deswegen nicht – wie alle anderen Referate – zur Gruppe erhoben worden, weil er aufgrund seines Ausbildungsauftrags fast nie in der Dienststelle anwesend war.
  11. Welche das waren, bleibt offen.
  12. BA-ZNS Akte 41134
  13. BA-ZNS Akte 41134
  14. Ramme 2009
  15. Albrecht 1969 S. 79
  16. zurückgerechnet vom Jubiläumstag, vielleicht 1893 rückwirkend als Rangdienstalter festgesetzt?
  17. leider nur noch in Teilen verfügbar. Auszug in: Jahrbuch d. Phil. Fak. Leipzig. 1923,1. S. 159-160. Ferner in der Deutschen Bücherei Frankfurt, nur als Auszug vorhanden: Leipzig, Phil. Diss. v. 21. Febr. 1923 [1924], Signatur: ZB 12734 -1923, 1
  18. Treitschke 1941a
  19. Treitschke 1941b
  20. Treitschke 1941c
  21. Treitschke 1942