18. August 1941

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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Weit nach Mitternacht[1] erwache ich von dem bekannten Klappern und Kettenrasseln vorbeiziehender Fahrzeuge. Ich laufe hinaus und stehe gerade vor einem Wagen meiner Kompanie. Ich springe auf das V.-Fahrzeug[2] und höre, dass Post für mich da ist. Der Fahrer will sie im nächsten Quartier für mich zurücklassen.

Propagandafotos aus einem Erinnerungsband der 17. Armee: Endlose Kolonnen marschieren in Gefangenschaft
Bewaffnete Frauen waren dem damaligen Soldaten unheimlich, sie wurden oft als Partisaninnen behandelt: Ein Flintenweib, das seine Unschuld beteuert
Die Propaganda wollte oder durfte vieles nicht wahrhaben: Auch Frauen kamen aus dem Kessel. Angeblich weibliches „Sanitätspersonal“

Ortswechsel. Wir bringen wieder 1000 Gefangene zu einer Sammelstelle. Führer der Wachmannschaft ist der junge Leutnant vom Bahnwärterhäuschen. Zwischen den Gefangenen läuft ein Flintenweib. Sie trägt die übliche erdbraune Uniform, aber ihre Breecheshosen sind schnittiger als die pludrigen Hosen der anderen Iwans. Sie ist sehr hübsch, kräftig und herrlich gewachsen. Ein Bild von einem jungen Weib. Aber eine fanatische Bolschewistin. Als ein Landser sie nach Waffen abtasten will, schüttelt sie ihn mit einem heftigen Ruck und wütendem Blick ab. Eine fauchende Katze! An der Spitze der Kolonne marschieren vier Mädchen in Uniformmänteln. Wir haben sie an die Spitze gesetzt, damit sie das Marschtempo angeben können. Während einer Marschpause frage ich sie, warum sie als Frauen denn an die Front gegangen seien. Sie antworten erstaunt und etwas vorwurfsvoll, dass sie doch Sanitäterinnen seien. Das erklärt natürlich alles. Auf diesen Gedanken hätte ich eigentlich von selbst kommen können, denn es waren ganz sanfte und friedliche Mädchen. Beim Weitermarsch gerieten einige Russen etwas seitwärts aus der Kolonne. Da nahm der Leutnant einem der Landser den Karabiner ab und schoss von hinten an der Kolonne entlang. Ein verrückter Kerl! Aber die Iwans waren mit einem Satz wieder im Glied. Am Ende der Kolonne führten wir noch einen erbeuteten 12-cm-Werfer mit, den wir am Marschziel ablieferten.


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  1. Bei Abmarsch um 17 Uhr im gut 25 km entfernten Gruskoje (KTB 257. I.D., NARA T-315 Roll 1803 Frame 000607) zog das I.R. 477 nach Mitternacht am Bahn­wärter­haus vorbei.
  2. unklarer Begriff; vielleicht Verpflegungs- oder Versorgungs-Fahrzeug