11. Juli 1941

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

Gb.png
GEO & MIL INFO
Buczacz Karte — map
LII. A.K.[1]
KG: Gen d Inf von BriesenWP,[2]

Wir erreichen die Stadt Buczacz. Ich suche mir ein Privatquartier bei einem jüdischen Fotografen. Hier kann ich ruhiger und bequemer schlafen und bin trotzdem in der Nähe meines Zuges. Ich nehme Unteroffizier Mielenz mit. Mielenz ist Halbzugführer in meinem Zug und eine richtige Neuköllner Großschnauze.[3]

Unweit unseres Quartiers entdecke ich eine Schreibwarenhandlung, deren Kellerräume bis an die Decke mit Büchern, Heften, Notizblöcken, Wandkarten für den Schulunterricht, Globen und Bleistiften vollgestopft sind. Hier bin ich in meinem Element. Ich nehme mir ein paar Hefte und eine Zigarrenkiste mit Bleistiften, die ich später nach Hause schicken will.[4] Am liebsten hätte ich auch einen Globus mitgenommen, aber der ist zu unhandlich.

In einer anderen Straße entdecke ich noch ein Magazin, ein großes Geschäft, in dem man alles Mögliche kaufen kann: Bekleidung, Küchengeräte, Handwerkszeug, Spielwaren und anderes. Der Laden ist geschlossen, und vor dem Eingang steht ein Posten der Division, die diesen Ort erobert und alle interessanten Objekte beschlagnahmt hat. Er lässt uns aber hinein, und wir sehen uns den Laden an, ohne etwas mitzunehmen.


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Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

  1. Unterstellungswechsel am 11.7. um 00.00 Uhr (befohlen am 10.7. um 9.50 Uhr gem. KTB 257. I.D. Frame 000341), Abmarsch um 8.00 Uhr (KTB 257. I.D. Frame 000342)
  2. Nach General von Briesen war die Kaserne in Flensburg-Weiche benannt, in der der Herausgeber von 1973–1975 Wehrdienst leistete.
  3. Der Autor hatte auch einige Jahre in Neukölln gewohnt.
  4. Diese Bleistifte verwahrte der Autor, mein Vater, noch zwanzig Jahre später ungebraucht (d. h. unangespitzt!) in seinem Schreibtisch. Ebenso besaß er noch einige Geschosse, teils mit Phosphor-Leuchtspureinsatz (den ich auf keinen Fall berühren sollte), einen Luftwaffenrucksack, einen Brotbeutel (den ich auf Schulausflügen benutzte, wie ein Foto zeigt), eine russische Wattejacke sowie eine Feldbluse und eine Art Feldmütze, die er bei Gartenarbeiten trug. Leider sind alle diese Gegenstände bei der Haushaltsauflösung nach seinem Tod, wenn nicht bereits vorher abhanden gekommen, wie wohl auch sein Sportabzeichen.