24. Dezember 1946

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Codenamen der Operationen im Sommer 1942 Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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••• S. 318 •••Weihnachten 1946. Am Hl. Abend bis 16 Uhr Arbeit. Versprochen war 13 Uhr Schluss. Abendessen etwas besser, als sonst, dazu ein (Berliner) Pfannkuchen. Danach Versammlung im großen Kinosaal zur Feier der roten Weihnacht. Ein Antifa-Genosse las uns die Geschichte des armen Proletarierkindes vor, das durch die Scheiben der Kapitalistenvilla guckt und die Berge von Geschenken unter dem geschmückten Weihnachtsbaum sieht. Im Text Klassenkampfparolen, Hasstiraden, Neid und – vielleicht – ein Körnchen Wahrheit. (Wenn wir den Gedanken dieser Geschichte jetzt in die Tat umsetzten, müssten die Landser über den Lageradel herfallen und ihn erschlagen, denn die wohlhabenden Kapitalisten sind bei uns hier die Mitglieder des Lageradels!) Die Versammlungsteilnehmer hören sich die Geschichte teilnahmslos an. Man merkt nichts von Weihnachtsstimmung. Zum Schluss soll ein Lied gesungen werden. Ich stand ganz hinten im Saal und weiß nicht, ob jemand das Lied vorgeschlagen oder einfach angestimmt hat. Jedenfalls fiel der ganze Saal sofort mit ein, und dann dröhnte der Saal von vielhundert Stimmen: „Stille Nacht, heilige Nacht...“ Die roten Genossen vorn blicken stumm vor sich hin auf die Tischplatte. Schweigend hörten sie sich das Lied an bis zum Ende: „... Christ der Retter ist da...!“ Dann löste sich die Versammlung auf.

Ich weiß wohl, dass innerer Friede wichtiger ist, als äußerer. Dennoch bitte ich auch um äußeren Frieden und Erlösung aus leiblicher Not. Oh, Maria, hilf, komm Du zu uns.


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