23. Juli 1946

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

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Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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Arbeit in der Brauerei. Leider nur für wenige Tage und auch nur Nebenarbeiten. In die eigentlichen Verarbeitungsräume kamen wir nicht hinein. Nur selten gelang es einem von uns, ein paar Hände voll aufbereiteter Gerste zu klauen, die wir für sehr nahrhaft hielten. Im Lager wurde ein guter Preis dafür bezahlt. Auch die Russen klauen, manchmal in großem Stil. So wurde am 23.7.46 eine für die Brauerei bestimmte Gersteladung schon beim Antransport verschoben.

Im Lager: Russische Offiziere essen in unserer Küche von unseren Produkten (so werden hier die Nahrungsmittel genannt). Sie holen sich vor unseren Augen das Gemüse gleich bündelweise vom Verpflegungswagen. – Keine Abwechslung im Essen. Wochenlang nur Hirse, wochenlang nur Graupen, wochenlang nur Mehlsuppen. Selbst bei größeren Mengen ist man nur voll, aber nicht satt. – Keine vernünftige Vorratswirtschaft. Wenn viel da ist, wird viel gegeben. Wenn nichts da ist, wird nichts gegeben. – Unfähigkeit zu planen oder zu organisieren, aber ein Meister im Improvisieren. –

Der Russe könnte bei guter und geschickter Behandlung der Kriegsgefangenen das Letzte aus ihnen herausholen. Wir sind ja so brav und fleißig. Aber die russische Neigung zur Despotie, Angst vor Sabotage, Misstrauen und auch Hass machen alles zunichte. Nicht selten werden Kriegsgefangene von den Bewachern oder zivilen Aufsehern verprügelt. Immer drohen sie mit Strafen. Die Folge ist, dass die Kriegsgefangenen verbittern, weniger arbeiten, Material zerstören, stehlen, bei der Norm betrügen usw. Aber auch die Kriegsgefangenen könnten viele Widrigkeiten abstellen, wenn sie einig wären. Aber das verhindert wiederum die deutsche Eigenbrötelei. Die Deutschen sind nie unter einen Hut zu kriegen, und das hat es dem Rus••• S. 305 •••sen oft leicht gemacht, uns zu beherrschen.

Dauernd wird gestohlen und verschoben: Mehlsäcke, Autoreifen, Dachschiefer. Von Russen und von Plennis (verballhornte Abkürzung für woijenna plennij[1] = Kriegsgefangener).


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