Margarethenkapelle: Unterschied zwischen den Versionen

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vor 1300
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''Siehe auch [[Margarethenkapelle (Boos)]]''
Die Lehnsträger bzw. die Besitzer des Schultenhofes in Klein-Barop waren gleichzeitig Kollatoren der Kapelle zu Barop, da das Kollationsrecht immer mit dem Besitz des Schultenhofes verbunden war.
 
  
1348
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Vor 1300 waren die Lehnsträger bzw. die Besitzer des [[Klein-Barop (Boos)#Der Schultenhof|Schultenhofes in Klein-Barop]] gleichzeitig [[wikipedia:de:Kollator|Kollatoren]] der Kapelle zu Barop, da das Kollationsrecht immer mit dem Besitz des Schultenhofes verbunden war.
Der aus adeligem Geschlecht stammende Johannes von dem Overhus wurde zum erstenmal als Baroper Pfarrer erwähnt.
 
Von Steinen berichtet in seiner Westfälischen Geschichte Bd. II, Seite 703, Daß der Ritter Rotger von Altena der Lehnsherr der Kirche zu Barop gewesen sei, ohne allerdings die Urkunde anzugeben, auf die sich seine Behauptung stützt.
 
Die Kirche wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Dabei handelt es sich um die Beilegung eines Streites zwischen dem Kloster Fröndenberg und dem Priester Johannes v.d. Overhus, dem Kirchherrn der Kapelle zu Barop.
 
(Westf. Landeskunde Bd. II, Seite 94)
 
In einer anderen Urkunde aus demselben Jahr wird ebenfalls berichtet, Daß Johann v.d. Overhus (bei Mikus, Bd. II,. Seite 13 \\\"von Overhuß\\\" genannt) Besitzer von Brünninghausen und \\\"Kerkherr tho Badorpe\\\" war.
 
(Kirchhörder Chronik) Die Küsterei bestand sehr wahrscheinlich auch schon neben der zu diesem Zeitpunkt zum erstenmal erwähnten Margarethenkapelle.
 
  
20. Sept. 1368
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1348 wird die Kirche erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Dabei handelt es sich um die Beilegung eines Streites zwischen dem Kloster Fröndenberg und dem ''Priester'' '''(''Pfarrer''?) Johannes von dem Overhus''', dem ''Kirchherrn'' der Kapelle zu Barop.<ref>Westf. Landeskunde Bd. II, Seite 94</ref> In einer anderen Urkunde aus demselben Jahr wird ebenfalls berichtet, dass Johann v. d. Overhus<ref>bei Mikus, Bd. II, Seite 13 "von Overhuß" genannt</ref> Besitzer von [[Brünninghausen]] und "Kerkherr tho Badorpe" war. Von Steinen berichtet, dass der Ritter Rotger von Altena der ''Lehnsherr'' der Kirche zu Barop gewesen sei, ohne allerdings die Urkunde anzugeben, auf die sich seine Behauptung stützt.<ref>Westfälische Geschichte Bd. II, Seite 703</ref> Die Küsterei bestand sehr wahrscheinlich damals schon neben der Margarethenkapelle.<ref>Kirchhörder Chronik</ref>
Das Kloster Clarenberg (Hörde) verpflichtete sich, dem Pfarrer Conrad von Witten zu Barop eine für die Schenkung eines Gutes zu Westrich versprochene Rente von zehn Malter Korn nach Dortmund fahren zu lassen. (Schatzbuch der Grafschaft Mark)
 
  
1416
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Das Kloster Clarenberg (Hörde) verpflichtete sich am 20. Sept. 1368, dem '''Pfarrer Conrad von Witten''' zu Barop eine für die Schenkung eines Gutes zu Westrich versprochene Rente von zehn Malter Korn nach Dortmund fahren zu lassen.<ref>Schatzbuch der Grafschaft Mark</ref>
kam die Kirche in den Besitz der Rüpingsmühle (Rüping op der Becke) und der dazu gehördenden Ländereien. Floirken van den Eyken und seine Frau Metta hatten damals das Gut zu Rüppinch gegen Billiges der Kapelle zu Barop überlassen.
 
  
Am 21. Sept. 1484
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1416 kam die Kirche in den Besitz der [[Rüpingsmühle]] (Rüping op der Becke) und der dazu gehördenden Ländereien. Floirken van den Eyken und seine Frau Metta hatten damals das Gut zu Rüppinch gegen Billiges der Kapelle zu Barop überlassen.
war Martin Gildehus Zeuge, als Johannes Hovet, Priester und Rektor der Kapelle zu Barop, und die Kirchmeister mit dem Gasthaus einen Grundstücksaustausch vornahmen.
 
\\\"Anno 1618 den 18. Septembris
 
mit Herm. Snitzler gehandelt, daß er die Bänke in der Kirchen zu Barop machen wollte, und sein mit mir einig geworden, daß man nur einmal geben wollte Zehen laufende Thaler und hat hieüber gearbeitet zwo Wochen. Den Sagensniders aber hat man vom hundert zu sniden gegeben 13 Thaler und 1/2 Stüber ohne Kost und Drinken und haben an sniden verdient 2 Thaler. Jürgen Krombach an Nageln gegeben, so zu den Bänken gekommen. Es haben der Kerkherr alß de Schulte und Gildehuiß Eickenbohlen aus der hovel (Hövel) darzugeholt. De Burschaft Barop hat zu diesen Bänken gegeben - 12 Thaler, welches er jarlich auf Jacobi wegen des Kolbergs auf der großen Heiden bekomen.\\\"
 
  
1601
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Am 21. Sept. 1484 war Martin Gildehus Zeuge, als '''Johannes Hovet, Priester und Rektor''' der Kapelle zu Barop, und die Kirchmeister mit dem Gasthaus einen Grundstücksaustausch vornahmen.
wurde die Baroper Kirchenglocke gegossen und
 
  
1617
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"Anno 1618 den 18. Septembris mit Herm. Snitzler gehandelt, daß er die Bänke in der Kirchen zu Barop machen wollte, und sein mit mir einig geworden, daß man nur einmal geben wollte Zehen laufende Thaler und hat hieüber gearbeitet zwo Wochen. Den Sagensniders aber hat man vom hundert zu sniden gegeben 13 Thaler und 1/2 Stüber ohne Kost und Drinken und haben an sniden verdient 2 Thaler. Jürgen Krombach an Nageln gegeben, so zu den Bänken gekommen. Es haben der Kerkherr alß de Schulte und Gildehuiß Eickenbohlen aus der hovel (Hövel) darzugeholt. De Burschaft Barop hat zu diesen Bänken gegeben - 12 Thaler, welches er jarlich auf Jacobi wegen des Kolbergs auf der großen Heiden bekomen."
die Margarethenkapelle neu ausgemalt.
 
  
1649
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1601 wurde die Baroper Kirchenglocke gegossen und 1617 die Margarethenkapelle neu ausgemalt.
wurde Heinrich Riese (Henricus Rieße) Pfarrer in der Gemeinde. Er stammte aus Hagen und war von 1644-45 Schüler des Archi. Gymnasiums zu Soest. 1649 wurde Riese in Dortmund ordiniert und war von da an 52 Jahre als Pfarrer in Barop tätig.
 
  
1652
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1649 wurde '''Heinrich Riese (Henricus Rieße) Pfarrer''' in der Gemeinde. Er stammte aus Hagen und war von 1644-1645 Schüler des Archi-Gymnasiums zu Soest. 1649 wurde Riese in Dortmund ordiniert und war von da an 52 Jahre als Pfarrer in Barop tätig. 1652 berichtete er über die "Hagelfeier" und das "Margarethenbier".
berichtete Pastor Riese über die \\\"Hagelfeier\\\" und das \\\"Margarethenbier\\\".
 
  
1655
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1655, unter brandenburgischer Herrschaft, wurde die kleine Pfarrkirche, bis zur Reformation eine der Heiligen Margaretha geweihten Kapelle und eine Filiale der Reinoldikirche zu Dortmund, zu einer selbständigen evangelischen Kirche. Pfarrer Heinrich Riese richtete daraufhin die ersten Tauf-, Trau- und Sterberegister ein.
Die kleine Pfarrkirche, die bis zur Reformation eine der Heiligen Margaretha geweihten Kapelle, eine Filiale der Reinoldikirche zu Dortmund, wurde erst unter brandenburgischer Herrschaft zu einer selbständigen evangelischen
 
Kirche. Ebenso richtete Pfarrer Heinrich Riese die ersten Tauf-, Trau- und Sterberegister ein.
 
  
1701
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Nach dem Tode Rieses 1701 wählte die Gemeinde '''Johann Georg Zimmermann zu seinem Nachfolger'''. Aber auch jetzt lehnte es Conrad Philipp von Romberg ab, dem Erwählten die Kollation zu geben. Aus den Akten der Baroper Kirche zu dem entstandenen Streit geht hervor, wie es zu dieser Ablehnung kam. Von Romberg schrieb nämlich, "daß die Baroper Bauern gern des besseren Bieres wegen nach Dortmund gingen, und daß die Berufung des Predigers Zimmermann nicht in der Kirche unter Anrufung des heiligen Geistes erfolgt sei, sondern in einem Wirtshaus in Dortmund, und zwar zu guter Abendzeit, wenn die Bauern einen dapferen Rausch pflegen gesoffen zu haben".
Nach dem Tode Rieses wählte die Gemeinde Johann Georg Zimmermann zu seinem Nachfolger. Aber auch jetzt lehnte es Conrad Philipp von Romberg ab, dem Erwählten die Kollation zu geben. Aus den Akten der Baroper Kirche geht hervor, wie es zu dieser Ablehnung kam. In einem Schreiben in dem entstandenen Streit, warf von Romberg den Baroper Bauern vor, \\\"daß die Baroper Bauern gern des besseren Bieres wegen nach Dortmund gingen, und daß die Berufung des Predigers Zimmermann nicht in der Kirche unter Anrufung des heiligen Geistes erfolgt sei, sondern in einem Wirtshaus in Dortmund, und zwar zu guter Abendzeit, wenn die Bauern einen dapferen Rausch pflegen gesoffen zu haben\\\".
 
  
1822
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{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px; margin-top: -10px;"
zählte die Gemeinde 451 Seelen.
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|+ Barop
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| 1822 || Gemeinde || 451 || Seelen
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| 1885 || Barop || 2458 || Einwohner
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| 1905 am Jahresende || Barop || 4563 || Einwohner
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|}
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1829 wurde die Margarethenkapelle bis auf den Chor abgebrochen.<ref>Lagerbuch, S.2-3</ref>
  
1829
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== Lutherkirche ==
wurde die Margarethenkapelle bis auf den Chor abgebrochen
 
[Lagerbuch, S.2-3]
 
  
1885
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'''Pfarrer Wilhelm Römer'''s besonderer Umsicht und Fürsorge ist es zu verdanken, dass im Jahre 1911 mit dem Bau der Lutherkirche begonnen wurde.<ref>siehe Lagerbuch, S.20, Eintrag von 1916</ref> Der neue Kirchbau war erforderlich, weil die Margarethenkapelle nicht mehr genügte und ein Deckeneinsturz zu befürchten war. 1952 wurde die Lutherkirche unter Leitung von '''Pfarrer Brauneck''' renoviert. 1963 entstand das neue Gemeindezentrum an der Stockumer Straße.
hatte Barop 2458 Einwohner.
 
  
1905
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== Quelle ==
hatte Barop am Jahresende 4563 Einwohner.
 
  
1911
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[http://www.kirche-do-suedwest.de/index.php/ueber-uns/orte/kirchen/126-margarethenkapelle-barop Evangelische Kirchengemeinde Dortmund Südwest: Margarethenkapelle Barop]
Pfarrer Wilhelm Römers besonderer Umsicht und Fürsorge ist es zu verdanken, daß im Jahre 1911 mit dem Bau der Lutherkirche begonnen wurde. [siehe Lagerbuch,S.20, Eintrag von 1916] Der neue Kirchbau war erforderlich, weil die Margarethenkapelle nicht mehr genügte und ein Deckeneinsturz zu befürchten war.
 
 
 
1952
 
wurde die Lutherkirche unter Leitung von Pfarrer Brauneck renoviert.
 
 
 
1963
 
entstand das neue Gemeindezentrum an der Stockumer Straße.
 
  
== Quelle ==
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== Fußnoten ==
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<references />
  
[http://www.kirche-do-suedwest.de/index.php/ueber-uns/orte/kirchen/126-margarethenkapelle-barop Evangelische Kirchengemeinde Dortmund Südwest: Margarethenkapelle Barop]
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[[Kategorie:20._und_21._Jh.]]

Version vom 23. Februar 2017, 20:06 Uhr

Siehe auch Margarethenkapelle (Boos)

Vor 1300 waren die Lehnsträger bzw. die Besitzer des Schultenhofes in Klein-Barop gleichzeitig Kollatoren der Kapelle zu Barop, da das Kollationsrecht immer mit dem Besitz des Schultenhofes verbunden war.

1348 wird die Kirche erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Dabei handelt es sich um die Beilegung eines Streites zwischen dem Kloster Fröndenberg und dem Priester (Pfarrer?) Johannes von dem Overhus, dem Kirchherrn der Kapelle zu Barop.[1] In einer anderen Urkunde aus demselben Jahr wird ebenfalls berichtet, dass Johann v. d. Overhus[2] Besitzer von Brünninghausen und "Kerkherr tho Badorpe" war. Von Steinen berichtet, dass der Ritter Rotger von Altena der Lehnsherr der Kirche zu Barop gewesen sei, ohne allerdings die Urkunde anzugeben, auf die sich seine Behauptung stützt.[3] Die Küsterei bestand sehr wahrscheinlich damals schon neben der Margarethenkapelle.[4]

Das Kloster Clarenberg (Hörde) verpflichtete sich am 20. Sept. 1368, dem Pfarrer Conrad von Witten zu Barop eine für die Schenkung eines Gutes zu Westrich versprochene Rente von zehn Malter Korn nach Dortmund fahren zu lassen.[5]

1416 kam die Kirche in den Besitz der Rüpingsmühle (Rüping op der Becke) und der dazu gehördenden Ländereien. Floirken van den Eyken und seine Frau Metta hatten damals das Gut zu Rüppinch gegen Billiges der Kapelle zu Barop überlassen.

Am 21. Sept. 1484 war Martin Gildehus Zeuge, als Johannes Hovet, Priester und Rektor der Kapelle zu Barop, und die Kirchmeister mit dem Gasthaus einen Grundstücksaustausch vornahmen.

"Anno 1618 den 18. Septembris mit Herm. Snitzler gehandelt, daß er die Bänke in der Kirchen zu Barop machen wollte, und sein mit mir einig geworden, daß man nur einmal geben wollte Zehen laufende Thaler und hat hieüber gearbeitet zwo Wochen. Den Sagensniders aber hat man vom hundert zu sniden gegeben 13 Thaler und 1/2 Stüber ohne Kost und Drinken und haben an sniden verdient 2 Thaler. Jürgen Krombach an Nageln gegeben, so zu den Bänken gekommen. Es haben der Kerkherr alß de Schulte und Gildehuiß Eickenbohlen aus der hovel (Hövel) darzugeholt. De Burschaft Barop hat zu diesen Bänken gegeben - 12 Thaler, welches er jarlich auf Jacobi wegen des Kolbergs auf der großen Heiden bekomen."

1601 wurde die Baroper Kirchenglocke gegossen und 1617 die Margarethenkapelle neu ausgemalt.

1649 wurde Heinrich Riese (Henricus Rieße) Pfarrer in der Gemeinde. Er stammte aus Hagen und war von 1644-1645 Schüler des Archi-Gymnasiums zu Soest. 1649 wurde Riese in Dortmund ordiniert und war von da an 52 Jahre als Pfarrer in Barop tätig. 1652 berichtete er über die "Hagelfeier" und das "Margarethenbier".

1655, unter brandenburgischer Herrschaft, wurde die kleine Pfarrkirche, bis zur Reformation eine der Heiligen Margaretha geweihten Kapelle und eine Filiale der Reinoldikirche zu Dortmund, zu einer selbständigen evangelischen Kirche. Pfarrer Heinrich Riese richtete daraufhin die ersten Tauf-, Trau- und Sterberegister ein.

Nach dem Tode Rieses 1701 wählte die Gemeinde Johann Georg Zimmermann zu seinem Nachfolger. Aber auch jetzt lehnte es Conrad Philipp von Romberg ab, dem Erwählten die Kollation zu geben. Aus den Akten der Baroper Kirche zu dem entstandenen Streit geht hervor, wie es zu dieser Ablehnung kam. Von Romberg schrieb nämlich, "daß die Baroper Bauern gern des besseren Bieres wegen nach Dortmund gingen, und daß die Berufung des Predigers Zimmermann nicht in der Kirche unter Anrufung des heiligen Geistes erfolgt sei, sondern in einem Wirtshaus in Dortmund, und zwar zu guter Abendzeit, wenn die Bauern einen dapferen Rausch pflegen gesoffen zu haben".

Barop
1822 Gemeinde 451 Seelen
1885 Barop 2458 Einwohner
1905 am Jahresende Barop 4563 Einwohner

1829 wurde die Margarethenkapelle bis auf den Chor abgebrochen.[6]

Lutherkirche

Pfarrer Wilhelm Römers besonderer Umsicht und Fürsorge ist es zu verdanken, dass im Jahre 1911 mit dem Bau der Lutherkirche begonnen wurde.[7] Der neue Kirchbau war erforderlich, weil die Margarethenkapelle nicht mehr genügte und ein Deckeneinsturz zu befürchten war. 1952 wurde die Lutherkirche unter Leitung von Pfarrer Brauneck renoviert. 1963 entstand das neue Gemeindezentrum an der Stockumer Straße.

Quelle

Evangelische Kirchengemeinde Dortmund Südwest: Margarethenkapelle Barop

Fußnoten

  1. Westf. Landeskunde Bd. II, Seite 94
  2. bei Mikus, Bd. II, Seite 13 "von Overhuß" genannt
  3. Westfälische Geschichte Bd. II, Seite 703
  4. Kirchhörder Chronik
  5. Schatzbuch der Grafschaft Mark
  6. Lagerbuch, S.2-3
  7. siehe Lagerbuch, S.20, Eintrag von 1916