Postststion in Brünninghausen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Kaiserbrauerei in Brünninghausen.
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Hier finden wir einen ersten  Hinweis auf den Brauereibesitzer Carl Thomas aus Brünninghausen, dem Besitzer und Erbauer der Kaiserbrauerei, der auf dem alten Bauernfriedhof in Renninghausen seine  letzte Ruhestätte fand
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'''Die Vorgeschichte'''
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Am Anfang des 19. Jahrhundert gehörten sämtliche bäuerliche Güter zum Hause Romberg. Als in der  Grafschaft Mark, also unsere Heimat, die damals noch zum Großherzogtum Berg gehörten ein Gesetz erlassen wurde  welches die Bauernbefreiung regeln sollte, verhinderte die Anwendung, der damalige
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Freiherr Gisbert von Romberg dies auf seinen Höfen.
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Dieses am 12 Dezember  erlassenen Gesetz  wurde von Romberg, der auch Präfekt des Ruhr-Departements war, nicht anerkannt. Romberg argumentierte das bei dem zum Hause Romberg gehörenden Höfe und Kotten die rechtliche Voraussetzung nicht vorlag und somit keine Ablösung der grundherrlichen Lasten erfolgen könne. Es gelang Romberg sogar diese Ansicht bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts aufrecht zu halten obwohl die Grafschaft Mark wieder an Preußen zurück gefallen war. Erst mit der Revolution von 1848 änderte Romberg seine Meinung.
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Caspar von Romberg hatten schon in  den Jahren vorher viele Güter, Höfe bewusst verkleinert um Kotten zu schaffen damit er viele abhängige Arbeitskräfte hatte. Meist konnte ein Kötter nicht von dem Ertrag seines Kotten leben und war gezwungen seine Arbeitskraft bei Romberg anzubieten.
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Caspar Adolf von Romberg hat ohne Genehmigung des Schulten Hofes zu Brünninghausen und somit ohne behördliche Genehmigung einen Neubau errichten lassen, in dem der Hammerschmidt Ohle mit einer Schankwirtschaft unterkommen sollte.
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In der Zeit des Chausseebaues 1792-1793 versprach eine Schankwirtschaft gutes Geld
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Von Romberg hat natürlich das Recht der Hausbrauerei für sein Gut, konnte dies aber wirtschaftlich nicht nutzen. Er erkannte wie dieser Teil von Brünninghausen aufstrebte, er brauchte deshalb eine Braustätte um gewinnbringend Bier zu verkaufen.
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Der Schultenhof  ließ aber diese Eigenmächtigkeit von Romberg nicht durchgehen
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und erteilte nicht  dem Hammerschmidt Ohle das Schenkbetrieb sondern Wilhelm Wortmann.
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Das Schankrecht wurde dem Schmiedemeister Ohle entzogen, und ging 1802  auf dem Wegegeldeinnehmer und Posthalter und Wirt Wilhelm Wortmann aus Dortmund über, schreibt Wilhelm Hücker. Wortmann hatte das Schankrecht in einem Haus welches in den Jahren 1792-1793 entstanden ist. Wortmann erhielt 1802 auch das Braurecht.
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Auf dem obigen Foto ist das Wortmann Haus rechts neben dem Pferd zu erkennen
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Dieses Brauhaus brannte 1832 ab wurde zwar wieder aufgebaut aber  Wortmann führte danach  das Schank und Braurecht nicht weiter aus.
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Als der Freiherr von Romberg 1818 auf der anderen Straßenseite ein Haus baute,
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wurde das Fachwerkhaus  dann von Heinrich Thomas gepachtet.
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Dieses Haus das spätere Stammhaus welches  bis 1826  noch der Familie Romberg gehörte, wurde  dann von Heinrich  Thomas  übernommen.
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Hier richtete er eine  seine Schankwirtschaft ein, den späteren Kaiserkrug.
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Heinrich Thomas der in den Freiheitskriegen gegen Napoleon gekämpft hatte kam schwer verwundet  aus dem Krieg zurück.
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Aufgrund seiner Verwundung stand ihm eine kleine Zivilversorgung zu.
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Diese Zivilversorgung  auch Invalidenrente und sein Gehalt als Wegewerter brachte ihm ein kleines bescheidenes Einkommen welches zum Überleben reichte und  um den Kotten zu mieten. Heinrich Thomas  soll trotz seines Kriegsleidens ein beweglicher  und tüchtiger Mann gewesen sein.
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Mit seinen kleinen  Einkünften und seinem Gewinn als Wirt aus der Schankwirtschaft konnte er dann das Haus des Freiherrn von Romberg kaufen. Dieser Kauf muss im Jahre 1828 geschehen sein, da von Romberg zuletzt 1827 als Eigentümer erwähnt wurde.
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Durch diese Entwicklung entstand das Gasthaus des Wirtes
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Heinrich Dietrich Thomas geboren am 25.02.1794 in Berghofen,
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Schon sein Vater hatte in Berghofen eine Gastwirtschaft, so das Heinrich Dietrich
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diese Art des Lebens bekannt war.
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Heinrich Dietrich Thomas  legte mit dem Ausbau des Hauses zum „Stammhaus“ den  Grundstein für die spätere Thomas  Brauerei die unter dem Namen Kaiserbrauerei bekannt wurde
  
 
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Version vom 8. Dezember 2017, 06:23 Uhr

Die Kaiserbrauerei in Brünninghausen

Rechnung.jpg Kopf einer Rechnung von 1914



Die Kaiserbrauerei in Brünninghausen.

Hier in Brünninghausen stand von 1843 - 1932 in der Bierstadt Dortmund die Kaiser-Brauerei Brünninghausen

1843 Gründung durch den Gastwirt Heinrich Dietrich Thomas

1872 Umwandlung in eine Aktienbrauerei durch Carl Thomas

1923 Übernahme und Stilllegung durch die Ritterbrauerei

1932 Abriss der Brauereigebäude

1956 Abriss der Brauereigaststätte

Carl Thomas (1828 - 1900) wurde auf dem Bauernfriedhof Renninghausen begraben


Wir betreten den alten Bauernfriedhof in Renninghausen und finden direkt neben dem Hauptweg links, einen großen alten Grabstein, welcher der Familie Thomas gehört. Auf diesem Grabstein steht neben dem Namen auch der Beruf des Verstorbenen.


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Inschrift:

Unseren Unvergesslichen Eltern Brauereibesitzer CARL THOMAS geb. 17.Oktober 1828 gest. 1 Mai 1900 und EMILIE THOMAS geb. Türck geb. 16 Januar 1840 gest. August 1900

gewidmet von ihren dankbaren Kindern

Hier finden wir einen ersten Hinweis auf den Brauereibesitzer Carl Thomas aus Brünninghausen, dem Besitzer und Erbauer der Kaiserbrauerei, der auf dem alten Bauernfriedhof in Renninghausen seine letzte Ruhestätte fand

Die Vorgeschichte


Am Anfang des 19. Jahrhundert gehörten sämtliche bäuerliche Güter zum Hause Romberg. Als in der Grafschaft Mark, also unsere Heimat, die damals noch zum Großherzogtum Berg gehörten ein Gesetz erlassen wurde welches die Bauernbefreiung regeln sollte, verhinderte die Anwendung, der damalige Freiherr Gisbert von Romberg dies auf seinen Höfen. Dieses am 12 Dezember erlassenen Gesetz wurde von Romberg, der auch Präfekt des Ruhr-Departements war, nicht anerkannt. Romberg argumentierte das bei dem zum Hause Romberg gehörenden Höfe und Kotten die rechtliche Voraussetzung nicht vorlag und somit keine Ablösung der grundherrlichen Lasten erfolgen könne. Es gelang Romberg sogar diese Ansicht bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts aufrecht zu halten obwohl die Grafschaft Mark wieder an Preußen zurück gefallen war. Erst mit der Revolution von 1848 änderte Romberg seine Meinung.

Caspar von Romberg hatten schon in den Jahren vorher viele Güter, Höfe bewusst verkleinert um Kotten zu schaffen damit er viele abhängige Arbeitskräfte hatte. Meist konnte ein Kötter nicht von dem Ertrag seines Kotten leben und war gezwungen seine Arbeitskraft bei Romberg anzubieten.

Caspar Adolf von Romberg hat ohne Genehmigung des Schulten Hofes zu Brünninghausen und somit ohne behördliche Genehmigung einen Neubau errichten lassen, in dem der Hammerschmidt Ohle mit einer Schankwirtschaft unterkommen sollte. In der Zeit des Chausseebaues 1792-1793 versprach eine Schankwirtschaft gutes Geld Von Romberg hat natürlich das Recht der Hausbrauerei für sein Gut, konnte dies aber wirtschaftlich nicht nutzen. Er erkannte wie dieser Teil von Brünninghausen aufstrebte, er brauchte deshalb eine Braustätte um gewinnbringend Bier zu verkaufen.

Der Schultenhof ließ aber diese Eigenmächtigkeit von Romberg nicht durchgehen und erteilte nicht dem Hammerschmidt Ohle das Schenkbetrieb sondern Wilhelm Wortmann. Das Schankrecht wurde dem Schmiedemeister Ohle entzogen, und ging 1802 auf dem Wegegeldeinnehmer und Posthalter und Wirt Wilhelm Wortmann aus Dortmund über, schreibt Wilhelm Hücker. Wortmann hatte das Schankrecht in einem Haus welches in den Jahren 1792-1793 entstanden ist. Wortmann erhielt 1802 auch das Braurecht. Auf dem obigen Foto ist das Wortmann Haus rechts neben dem Pferd zu erkennen Dieses Brauhaus brannte 1832 ab wurde zwar wieder aufgebaut aber Wortmann führte danach das Schank und Braurecht nicht weiter aus.


Als der Freiherr von Romberg 1818 auf der anderen Straßenseite ein Haus baute, wurde das Fachwerkhaus dann von Heinrich Thomas gepachtet. Dieses Haus das spätere Stammhaus welches bis 1826 noch der Familie Romberg gehörte, wurde dann von Heinrich Thomas übernommen. Hier richtete er eine seine Schankwirtschaft ein, den späteren Kaiserkrug.

Heinrich Thomas der in den Freiheitskriegen gegen Napoleon gekämpft hatte kam schwer verwundet aus dem Krieg zurück. Aufgrund seiner Verwundung stand ihm eine kleine Zivilversorgung zu. Diese Zivilversorgung auch Invalidenrente und sein Gehalt als Wegewerter brachte ihm ein kleines bescheidenes Einkommen welches zum Überleben reichte und um den Kotten zu mieten. Heinrich Thomas soll trotz seines Kriegsleidens ein beweglicher und tüchtiger Mann gewesen sein.


Mit seinen kleinen Einkünften und seinem Gewinn als Wirt aus der Schankwirtschaft konnte er dann das Haus des Freiherrn von Romberg kaufen. Dieser Kauf muss im Jahre 1828 geschehen sein, da von Romberg zuletzt 1827 als Eigentümer erwähnt wurde.

Durch diese Entwicklung entstand das Gasthaus des Wirtes Heinrich Dietrich Thomas geboren am 25.02.1794 in Berghofen, verstorben in Brünninghausen am 11.08.1852. Schon sein Vater hatte in Berghofen eine Gastwirtschaft, so das Heinrich Dietrich diese Art des Lebens bekannt war. Heinrich Dietrich Thomas legte mit dem Ausbau des Hauses zum „Stammhaus“ den Grundstein für die spätere Thomas Brauerei die unter dem Namen Kaiserbrauerei bekannt wurde