1938

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwortverzeichnis Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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Erstes Buch: Der Krieg

Vorwort

Im Januar 1945 überfluten die Horden der Roten Armee die pommersche Heimat. Sie plündern und morden und vergewaltigen deutsche Frauen und Mädchen. Als sie sich Cammin nähern, entschließt sich meine Frau, unter Zurücklassung der gesamten Habe mit den beiden Kindern die Stadt zu verlassen und nach Berlin auszuweichen.[1] In der Camminer Wohnung war auch das Original-Tagebuch zurückgeblieben. Ich selbst befand mich an der Front in Kurland.

Ich habe nun versucht, während meiner viereinhalbjährigen Zwangsarbeit in der Sowjetunion die Kriegsereignisse nochmals aus dem Gedächtnis stichwortartig niederzuschreiben. Aus diesen Notizen, die ich unter großem Risiko aus der Sowjetunion herausgeschmuggelt habe, sind dann später in der Heimat die vorliegenden Aufzeichnungen entstanden.

Ihnen fehlt sicher die Frische und Lebendigkeit der Original-Eintragungen, die oft unter dem erregenden Eindruck des gerade Erlebten zuweilen direkt auf dem Schlachtfeld geschrieben waren. Dafür sind sie vielleicht von größerer Objektivität, da sie die Ereignisse, durch spätere Erfahrungen bereichert, in gewissem Abstand sehen.

Vieles habe ich vergessen. Manche Episoden habe ich fortgelassen. In einigen Fällen konnte ich die chronologische Reihenfolge nicht mehr exakt rekonstruieren, und manche Daten werden auch nicht ganz genau stimmen. Aber die Geschehnisse selbst haben sich genau so abgespielt, wie ich sie geschildert habe.

Diese Blätter schildern das Leben eines Soldaten in Krieg und Gefangenschaft. Es sind Ausschnitte aus dem Wirkungsfeld und der Gedankenwelt eines Zugführers und späteren Kompaniechefs[2]. Sie sind aufgeschrieben aus dem Wunsch heraus, diese neun Jahre härtesten Lebens und intensiven Erlebens mit ihrem reichen Erfahrungsschatz festzuhalten. Von diesen neun Jahren habe ich allein acht Jahre in der Sowjetunion zugebracht.

Bei meiner Heimkehr habe ich diese Aufzeichnungen und mein Soldbuch trotz strenger sowjetischer Kontrollen und nervenfressender Durchsuchungen in sicherem Versteck über die Grenze geschmuggelt. Ich war mir darüber klar, dass ich für weitere Jahre in die UdSSR zurückgeschickt worden wäre, wenn man diese Papiere bei mir gefunden hätte. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ob sich dieses Risiko für diese Blätter gelohnt hätte, ist allerdings fraglich.


1. Teil

Letzte Friedensjahre – erste Anzeichen des Krieges

– Einberufung nach Brandenburg/Havel – Abstellung nach Galizien

Hochsommer 1938. Badesaison auf Juist. Ich sitze mit meinem alten Freund Albert in einer Pension der Nordseeinsel am Frühstückstisch und blättere in meinem Wehrpass, der gerade mit der Frühpost gekommen war. Ich hatte nämlich im Frühjahr meine zweite Reserveübung als Reserveoffiziers¬an¬wär¬ter[3] abgeleistet und hielt nun das Ergebnis in Händen: „... mit Wirkung vom 29.6.38 zum Feldwebel d. Res. (der Reserve) befördert.“


  1. ihr Bericht
  2. Die Dienststellung eines Kompaniechefs wurde verliehen und konnte nicht – wie die meist vorübergehende Einteilung als Kompanieführer – rückgängig gemacht werden; das gleiche gilt für Bataillons- usw. -kommandeure bzw. -führer.
  3. Der Autor gehörte zu den sogenannten weißen Jahrgängen, die nicht der 1935 eingeführten Wehrpflicht unterlagen. Er hatte sich aber freiwillig gemeldet und vom 1. Juni 1935 bis Ende März 1936 seine Grundausbildung im Ergänzungs-Bataillon 17 in Zerbst abgeleistet.

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