16. Mai 1945

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

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Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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Soldbuch S. 1: "ab 1.5.1945 Kp.Chef"

Vom Korps aus erreichten wir am 16.5. unser Bataillon. Bei meiner Ankunft gab es großes Gelächter. Mit meinen Breeches-Hosen ohne Reitleder und den ausgelatschten Schuhen ohne Schnürsenkel muss ich wirklich ulkig ausgesehen haben. Immerhin konnte ich unserem Adju Bartenwerffer die erfreuliche Mitteilung vom Korps mitbringen, dass er zum Oberleutnant befördert worden war. Einige Tage später bin ich mit Wirkung vom 1.5.45 zum Kompanie-Chef ernannt worden.[1]

Immer mehr Landser beschaffen sich einen Ast oder Knüppel, den sie auf dem Marsch als Spazierstock benutzen. Bald hat jeder zweite Soldat so einen Knüppel. Dem vorsichtigen und misstrauischen Iwan wird das aber unheimlich. Er befiehlt, die Knüppel wegzuwerfen. Viele waren schon mit schönen Schnitzereien verziert worden.

Wir kampieren in unseren Zelten meist auf großen Wiesen. Allmählich beginnen wir, diese offenen Plätze mit Stacheldrahtzäunen zu umgeben. Der Russe erklärt uns, dass später hier Strafnikis (sowjetische Strafbataillone), SS-Angehörige und Litauer hineinkämen. Als alles fertig war, blieben wir selbst drin. Wir haben uns schön brav unser Gefängnis selbst gebaut. Der verschlagene Iwan hat den dummen deutschen Michel ganz schön übers Ohr gehauen!

Ich habe mir eine eitrige Blase unter dem Hacken gelaufen, die mir unser Bataillonsarzt aufschneidet. Seitdem fahre ich auf unseren Fahrzeugen mit.


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  1. Der Stab der Heeresgruppe genoss bis zum 12.05. volle Handlungsfreiheit (Haupt 1979 S. 130), das Generalkommando offenbar ebenso. Zur Bedeutung der Ernennung zum Kompanie-Chef siehe oben.