2. Juli 1941

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Editorial 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Gefangenschaft Epilog Anhang

Chronik 40–45

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Eine Art Bilanz Gedankensplitter und Betrachtungen Personen Orte Abkürzungen Stichwort-Index Organigramme Literatur Galerie:Fotos,Karten,Dokumente

Chronik 45–49

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31.

Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

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GEO & MIL INFO
2.7. Bienkowce[1]
3.7. Lopuszna[2]
4.7. Lipica Dolna–Swilstelniki–Raum Litwinow/Bozykow[3]
Rast im Raum Zastawczyk/Litwinow/Woloszczyzna/Bozykow[4]
Karte — map
hinter Bobrka (zwischen 2. und 4.7.) Rückkehr zur kämpfenden Truppe als Führer eines sMG-Zuges im II. Batl, 8. Kp/I.R. 477, KpChef: Oblt NN „Nörgelchef“

Als wir am nächsten Morgen den Ort verlassen, erkennen wir die Ursache der ukrainischen Volkswut. Wir begegnen einem Leichenzug mit vierzig Särgen. Es sind ermordete Ukrainer, Opfer der jüdisch-bolschewistischen Blutherrschaft, wie man uns sagte. Ich glaube nicht, dass die augenblickliche Verfolgungswelle von den Deutschen inspiriert ist. Die Armee hat andere Aufgaben , und die Parteibonzen sind meines Wissens noch nicht hier. Aber Judenpogrome hat es hier auch früher immer wieder gegeben. Anderswo auch. Woher der Judenhass? Hat er religiöse oder rassische Gründe? Ist es die instinktive Abwehr gegen das Eindringen eines fremden Volkes mit fremder Sprache, Religion, Kultur? Hat er wirtschaftliche Gründe? Ist es die größere Geschäftstüchtigkeit der Juden, mit der sie sich – zuweilen auch skrupellos – wirtschaftliche Vorteile verschaffen, die den Neid der Eingesessenen erregen? Ist es die Reaktion auf rücksichtslose finanzielle Pressionen? (Ich erinnere mich an die Erzählungen eines polnischen Verwandten in meiner Jugendzeit über die brutalen Methoden jüdischer Geldverleiher, mit der sie polnische Bauern um Haus und Hof gebracht haben). Hat der Hass politische Gründe? Vielleicht haben die Juden wirklich mit der bolschewistischen Besatzungsmacht kollaboriert und sind jetzt der Vergeltung der Ukrainer ausgesetzt? Wer hat recht? Wer weiß die Wahrheit? Ich weiß es nicht. Im Übrigen hatten wir strikte Anweisung, uns nicht in die Angelegenheiten der Bevölkerung einzumischen.[5]••• S. 22: Haupttext unterbrochen •••

••• S. 23: Haupttext fortgesetzt •••Die Führerreserve wird ausgewechselt. Ich komme zur kämpfenden Truppe zurück. In einem Dorf finde ich meine Kompanie und melde mich bei dem Chef, einem dicklichen Oberleutnant, der mir mit wichtigtuerischer Pose und theatralischer Trauermine erklärt, dass die Kompanie schon zwei Tote und etliche Verwundete zu beklagen habe. Ich übernehme einen sMG- (schweren Maschinengewehr[6]-) Zug. Nachdem ich meine Sachen ins Quartier gebracht habe, mache ich einen Rundgang zu den Kameraden. Einige haben schon das EK II (Eisernes Kreuz 2. Klasse).


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Erfahrungen i.d.Gefangenschaft Bemerkungen z.russ.Mentalität Träume i.d.Gefangenschaft

Personen-Index Namen,Anschriften Personal I.R.477 1940–44 Übersichtskarte (Orte,Wege) Orts-Index Vormarsch-Weg Mil.Rangordnung 257.Inf.Div. MG-Komp.eines Inf.Batl. Kgf.-Lagerorganisation Kriegstagebücher Allgemeines Zu einzelnen Zeitabschnitten Linkliste Rotkreuzkarte Originalmanuskript Briefe von Kompanie-Angehörigen

  1. erreicht 19.30 Uhr gem. KTB 257. I.D., NARA T-315 Roll 1803 Frame 000287
  2. erreicht 21 Uhr gem. KTB 257. I.D. Frame 000297
  3. so befohlen (KTB 257. I.D. Frame 000295)
  4. so befohlen (KTB 257. I.D. Frame 000316)
  5. Die im Original hier anschließenden Absätze zu den Kämpfen um Grodek wurden unter dem zutreffenen Datum 29.6.41 gespeichert.
  6. Maschinengewehre mit Zweibein, z. B. in den Schützenkompanien, wurden als „leicht“, die der Maschinen-gewehr-Kompanien mit dreibeiniger Lafette als „schwer“ bezeichnet.